Warum Clowns in Pflegeheimen?

Was macht ein Clown im Pflegeheim und warum wirkt es?
Ein Blick hinter die rote Nase

Lachen ist gesund

Trotzdem Ja zum Leben sagen - auch in schwierigen Umständen. Mit diesen Worten von Viktor Frankl sind Humor und Lachen keine Flucht vor der Realität. Sie sind eine Kraftquelle, die hilft den Alltag zu tragen.
Im Pflegeheim begegne ich Menschen, die mit Verlust, Einschränkungen und Einsamkeit umgehen müssen. Ein echter Lacher kann in diesem Moment mehr bewirken als viele Worte.

Die rote Nase öffnet Türen, die sonst geschlossen bleiben. Menschen, die sich zurückgezogen haben, werden plötzlich aktiv. Verkrampfte Körperhaltungen lösen sich. Und manchmal entsteht in einem einzigen Moment mehr echte Begegnung als in Wochen des Alltags.

Was sagt die Forschung?

Lachen ist mehr als ein schöner Moment - es ist Medizin. Echtes Lachen wirkt: Die Atmung wird tiefer, der Körper wird besser durchblutet, Glückshormone werden ausgeschüttet. Studien belegen, dass Lachen Schmerzen lindert und dass Schmerzempfinden nach dem Lachen kürzer anhält.

Humor bedeutet dabei nicht Witze reißen. Humor ist - in den Worten des Humorforschers Willibald Ruch - Großzügigkeit den eigenen und anderen Fehlern gegenüber, verbunden mit Warmherzigkeit. Genau das bringt der Clown mit.

Was erlebe ich konkret

Ich komme nicht mit einem Programm und nicht als Therapeutin. Ich komme mit Offenheit. Als Clown Erbse stelle ich mich auf jeden Menschen so ein, wie er gerade ist - langsam, ohne Erwartung, ohne Druck oder Hierarchie. 

 

Wenn jemand über Schmerzen oder Trauer sprechen möchte, darf das sein. Ich folge dem Menschen, nicht dem Plan. 
Komik entsteht nicht durch gewolltes Lustigsein, sondern durch echtes Ringen um Bestehen in der Welt. Das ist es, was ich mitbringe.